Primarstufe

An der LVR-Louis-Braille-Schule gestalten wir die Grundschulzeit individuell. In kleinen, jahrgangsübergreifenden Klassen lernen die Schüler*innen entsprechend ihrer Stärken, Bedürfnisse und Lernvoraussetzungen. Dabei fördern wir selbstständiges Lernen und soziale Kompetenzen.

Eine Schülerin sitzt an ihrem Arbeitsplatz im Klassenzimmer und macht Schreibübungen. Sie schreibt in ein spezielles Heft und sieht das Geschriebene stark vergrößert an einem Computerbildschirm vor ihr.

Die Grundschulzeit an der LVR-Louis-Braille-Schule

Die Grundschulzeit beginnt mit der sogenannten Schuleingangsphase. Sie umfasst in der Regel die Klassen 1 und 2 und kann – wie an allen Grundschulen in Nordrhein-Westfalen – in zwei oder drei Schulbesuchsjahren durchlaufen werden.

Während dieser Zeit lernen die Schüler*innen in der Regel gemeinsam in jahrgangs- und bildungsgangübergreifenden Klassen. Der Unterricht orientiert sich an den Vorgaben für die Grundschule und berücksichtigt dabei den Förderschwerpunkt Sehen sowie die individuellen Lernvoraussetzungen der Schüler*innen.

Spätestens zum Ende der Schuleingangsphase beraten wir gemeinsam mit den Erziehungsberechtigten ausführlich über den weiteren Bildungsweg ihres Kindes. Auf Grundlage der individuellen Lern- und Entwicklungsvoraussetzungen wird festgelegt, in welchem Bildungsgang die Schüler*innen weiterlernen: im Bildungsgang der Grundschule, im Bildungsgang Lernen oder im Bildungsgang Geistige Entwicklung.

Lernen in den Klassen 3 und 4

Nach der Schuleingangsphase lernen die Schüler*innen in jahrgangsübergreifenden Klassen 3/4. Der Unterricht knüpft an ihre individuellen Lern- und Entwicklungsvoraussetzungen an und orientiert sich am jeweiligen Bildungsgang.

In den Klassen 3 und 4 werden die Schüler*innen auf ihren weiteren Bildungsweg und den Übergang in die Sekundarstufe vorbereitet. Nach der Primarstufe setzen alle Schüler*innen ihre Schullaufbahn in der Sekundarstufe entsprechend ihres jeweiligen Bildungsgangs fort.

Für alle Schüler*innen haben die Basiskompetenzen in Deutsch und Mathematik dabei eine besondere Bedeutung.

Ein Kind sitzt am Schreibtisch im Klassenzimmer und tippt mit zwei Händen an einer Punktschriftmaschine.
Schreiben mit der Punktschriftmaschine

Individuelle Förderung

Die individuelle Förderung ist ein zentrales Prinzip unseres Unterrichts. Unsere Schüler*innen lernen entsprechend ihrer jeweiligen Voraussetzungen und entwickeln dabei zunehmend Selbstständigkeit und soziale Kompetenzen.

Dafür schaffen wir passende Rahmenbedingungen:

  • In den Klassen unterrichten am Vormittag in der Regel zwei Lehrkräfte.
  • Für alle Schüler*innen wird zu Beginn des Schuljahres ein individueller Förderplan erstellt. Darin werden die jeweiligen Förderziele und Unterstützungsbedarfe festgehalten.
  • Bei Bedarf findet zusätzliche Förderung in Differenzierungsstunden, in Einzelförderung oder mit Unterstützung durch Lernbegleiter*innen statt.
  • Unterricht und Materialien werden an das individuelle Sehvermögen und die Lernvoraussetzungen der Schüler*innen angepasst.
  • Die Schüler*innen werden entsprechend ihrem individuellen Bedarf mit Hilfsmitteln unterstützt. Bei deren Auswahl, Anpassung und Nutzung arbeiten Lehrkräfte und Therapieteam eng zusammen.

So verbinden wir fachliches Lernen mit den besonderen Anforderungen des Förderschwerpunkts Sehen und den individuellen Lern- und Entwicklungsvoraussetzungen unserer Schüler*innen.

Zwei Schulkinder im Biologie-Unterricht. Das eine Kind hält ein präpariertes Tierexponat mit zwei Händen. Beide Schüler schauen sich ein Foto von dieser Vogelart auf einem Tablet.
Tierpräparate machen die Tierwelt im Sachunterricht „begreifbar“